Elterninitiative "Kindergarten Wibbelstätz e.V."

Fesnter mit Papierblumen
© A.H.

Alltag im Kindergarten

Eingewöhnung der neuen Kinder

Im ersten Kindergartenjahr kommt es uns vor allem darauf an, dass eine Atmosphäre geschaffen wird, in der sich die neuen Kinder angenommen und aufgehoben fühlen.

Besonders in der Anfangszeit begleiten wir sie mit Geduld und Einfühlungsvermögen, damit sie sich bald im Kindergarten einleben.

Schnuppertag

Als Einstieg bieten wir 2 "Schnuppervormittage" an. Zur Eingewöhnung der U3 Kinder orientieren wir uns an dem „Berliner Modell“. Vor den Sommerferien können sich die neuen Kinder mit einem Elternteil ein wenig in den Kindergartenalltag einfühlen. Die Termine werden mit der jeweiligen Gruppenleiterin abgesprochen.

Die Eltern werden umfassend über alle organisatorischen Fragen informiert, die im Zusammenhang mit dem Kindergartenbesuch ihres Kindes stehen. Es ist wichtig, gerade in dieser Phase eine vertrauensvolle Basis zu schaffen.

Damit die Erzieherinnen dem einzelnen Kind mehr Aufmerksamkeit schenken können, nehmen wir nicht alle neuen Kinder gleichzeitig auf, sondern verteilen die Aufnahmen auf mehrere Tage.

Eingewöhnungszeit

Während der Eingewöhnungszeit der neuen Kinder - in der Regel vom Beginn des Kindergartenjahres bis zu den Herbstferien - legen wir Wert auf einen ruhigen Tagesablauf. Es soll Raum und Zeit gegeben sein für das Ankommen, das Kennenlernen und Herausbilden eines Gruppengefüges. Oft gibt die Aufgeschlossenheit, Freundlichkeit und Hilfsbereitschaft der älteren Kinder den Neulingen das Gefühl, nicht nur bei der Erzieherin, sondern auch in der Gruppe willkommen zu sein.

Weiterhin lernen die neuen Kinder Räumlichkeiten, Spielsachen, Freigelände und andere Erzieherinnen kennen. Darüber hinaus gewöhnen sie sich an Gruppenregeln und unseren Tagesablauf.

Besonders zu beachten und für die Eltern zu organisieren ist, dass anfangs die Betreuungsdauer von Tageskindern individuell angepasst und somit eine Überforderung des Kindes vermieden wird.

Wichtig ist der stetige Informationsaustausch zwischen Eltern und Erzieherinnen über den Stand der Eingewöhnung.

Offene Arbeit

Die Kinder haben die Möglichkeit, andere Gruppen, Erzieherinnen und Räumlichkeiten kennen zu lernen. Dazu arbeiten wir zeitweise gruppenübergreifend und praktizieren eine interne Öffnung (Binnenöffnung).

Ab 09:15 Uhr haben die Kinder die Möglichkeit, ihre Spielorte zu wählen, so z. B. Werkraum, Turnhalle, Innenhof, Tenne oder eine andere Gruppe. Dies geschieht in Absprache mit den Erzieherinnen und setzt das Kennen und Anerkennen der jeweiligen Regeln voraus. Auf diese Weise wird ein selbständiges und eigenverantwortliches Handeln der Kinder gefördert. Sie lernen, kleinere Auseinandersetzungen selbst zu regeln und in ihr eigenes, phantasievolles Spiel zu finden.

Ab 14:30 Uhr arbeiten die Zwergen- und Bärengruppe gruppenübergreifend. In der Spielgruppe werden Angebote zu aktuellen Themen oder nach Wünschen der Kinder durchgeführt. Informationen dazu gibt es auf den Clipchart im Windfang.

Einmal pro Woche wird ein gemeinsames Turnen für alle Kindergartenkinder angeboten. Es findet nachmittags in der Turnhalle der katholischen Grundschule statt.

Beobachtungen zum Entwicklungsstand

Die gezielte Beobachtung ist eine wichtige Entscheidungshilfe bei der pädagogischen Planung, Lenkung und Entwicklung zwischenmenschlicher Beziehungen. Zudem ist sie ein hilfreiches Instrument zum Feststellen von Verhaltensauffälligkeiten.

Erzieherinnen sollen:

Methode

Um diesen Aufgaben gerecht zu werden, kommt der Beobachtung eine zentrale Bedeutung zu. Dabei unterscheiden wir zwischen freier Verhaltensbeobachtung und dem Führen von Beobachtungsbögen. Bei beiden Varianten beziehen sich unsere Beobachtungen auf sichtbare Verhaltensweisen des Kindes. Eine mehr oder weniger subjektive Interpretation soll zunächst unterbleiben.

Freie Verhaltensbeobachtung (Verbalprotokoll)

Im täglichen Miteinander beobachten wir eher beiläufig aber auch wiederholt und absichtsvoll das Spiel- Lern- und Sozialverhalten der Kinder, gewinnen Informationen über körperliche, seelische und kognitive Entwicklung und erkennen u.U. "auffällige" Verhaltenweisen, die es abzuklären gilt. Diese Beobachtungen werden frei dokumentiert und dienen der jeweiligen Erzieherin als Planungsgrundlage.

Einsatz von Beobachtungsbögen (Kategoriensystem)

Die Arbeit mit Beobachtungsbögen gilt als objektiv und umfassend. Bei unserer pädagogischen Arbeit kommen diese halbjährlich zum Einsatz. Die Art der Beobachtung spricht gezielt mehrere Entwicklungsbereiche wie die kognitive Entwicklung, die Sprachentwicklung, grob- und feinmotorische Entwicklung sowie die Entwicklung sozialer Kompetenzen an. Jeweils zwei fest eingeteilte Erzieherinnen unserer Einrichtung haben in dem Fall einen bestimmten "Fachbereich" (z.B. Sprachentwicklung). In Kooperation miteinander stellen sie gruppenübergreifend für alle Kindergartenkinder gezielte Beobachtungssituationen für ihren Fachbereich her, in denen von einem bestimmten Verhalten auf den Entwicklungsstand bestimmter Funktionen geschlossen werden kann. Auf die Weise erhalten wir eine Fülle von Beobachtungssituationen, die zu wichtigen Einschätzungen der Fähigkeiten eines Kindes führen. Wir erklären die Aufgaben kindgemäß und beobachten seine Bereitschaft, die Aufgaben durchzuführen, seine Genauigkeit und seine Aufmerksamkeitsspanne. Wichtig ist es, auf eine spielerische, stressfreie Atmosphäre zu achten, die Kinder zu motivieren und ihnen das Gefühl zu vermitteln, dass ihre Anstrengungen erfolgreich sind.

Die Beobachtungszeiträume werden jeweils in einem Elternbrief bekannt gegeben (jeweils 2 Wochen im Frühjahr und im Herbst). Wenn Interesse besteht, können Eltern die Beobachtungsergebnisse ihres Kindes mit den pädagogischen Mitarbeitern besprechen.

Sollten Fördermaßnahmen in Betracht gezogen werden, halten die Erzieherinnen Rücksprache mit den jeweiligen Eltern.

Am Ende der Kindergartenzeit werden die Beobachtungsbögen an die Eltern ausgehändigt.

U3 Kinder

In unserem pädagogisches Konzept gelten die gleichen Maßstäbe auch für die Begleitung und Förderung der U3 Kinder. Entsprechend der Lebensphase in der sich die Kinder befinden, gehen die Mitarbeiterinnen auf die Bedürfnisse und Interessen der Kinder ein.

Alle Mitarbeiterinnen der Tageseinrichtung haben sich im Vorfeld im Rahmen von Fortbildungen umfassend weitergebildet, um auch die U3 Kinder adäquat betreuen und fördern zu können.

Vorschule

Der Erziehungs- und Bildungsauftrag des Kindergartens besteht darin, die Kinder zwischen drei und sechs Jahren so zu fördern und zu erziehen, dass sie beim Schuleintritt aufgeschlossen, selbständig und gemeinschaftsfähig sind. Sie sollen bis dahin Kenntnisse, Fähigkeiten und Fertigkeiten erworben haben, welche sie befähigen, für sie neue und unbekannte Schulumwelt zu erfassen und zu bewältigen. Das bedeutet, die gesamte Kindergartenzeit ist für die Kinder Vorbereitungszeit auf die Schule, als die eigentliche "Vorschule".

Im letzten Kindergartenjahr bekommen die Kinder verstärkt Möglichkeiten, ihre erworbenen Kenntnisse und Fertigkeiten anzuwenden und zu vertiefen. Diese Vorschulerziehung umfasst folgende Bereiche:

Projekt "Farben und Formen"

Die Höhepunkte des Projektes "Farben und Formen" sind der Besuch des Kunstmuseums in Bonn und die Durchführung einer eigenen Kunstausstellung mit den Werken der Vorschulkinder in unserem Haus.

Vorschule

Zur Vorschule treffen sich die Vorschulkinder der jeweiligen Gruppe einmal wöchentlich. Jede Gruppenleiterin plant dafür die Bearbeitung der oben genannten Themen für ihre Kleingruppe nach Können und Interesse der Kinder. Im Vordergrund steht dabei die Freude am Tun, die Motivation, aber auch die Entwicklung von Geduld, Ausdauer und Konzentration über einen längeren Zeitraum.

Vorschulmappen

In den Vorschulmappen werden "Arbeitsblätter" der Kinder gesammelt, auf denen sie Schwung-, Schreib- und Wahrnehmungsübungen gemacht haben. Diese Arbeitsblätter liegen in den Gruppen aus, so dass die Kinder sich selbständig damit beschäftigen können.

Schlaffest

Abschluss der Vorschule sowie der Kindergartenzeit ist die Vorbereitung und Durchführung eines Schlaffestes.


Freispiel

Diese Zeit ist für Hortkinder besonders wichtig. Einmal selber über ihre Beschäftigung zu entscheiden genießen die Schüler nach einem langen Schultag mit hohen Anforderungen. Im Freispiel - das ist die Zeit vor dem Mittagessen und/oder nach den Hausaufgaben - haben die Kinder die Möglichkeit Kontakte aufzubauen, frei und lustvoll mit Menschen, Materialien und Zeit umzugehen oder sich auszuruhen, einfach nur zu beobachten. Hier ist Raum und Zeit für Gespräche mit den Erzieherinnen und die Möglichkeit Bedürfnisse mitzuteilen oder Sorgen loszuwerden.

Gelenkte Beschäftigung

Kinderparlament (Montagsrunde)

Das Kinderparlament findet einmal wöchentlich nachmittags statt. Die Kinderkonferenz ist ein wichtiges Instrument für das Miteinander, die Akzeptanz und die Fähigkeit, sich in die Lage eines anderen Menschen zu versetzen. Hier ist jeder Einzelne gefragt, jeder darf sich äußern zu Ärgernissen in der Gruppe, Problemen oder neuen Ideen. Dabei wird geübt, miteinander zu kommunizieren, Gesprächsregeln einzuhalten und Kompromisse einzugehen (z.B. beim Finden und Abstimmen von Regeln).

Weitere Formen gelenkter Beschäftigung

Weitere angeleitete bzw. gemeinsam durchgeführte Beschäftigungen sind z.B.:

Auch bei diesen Aktionen steht die Gemeinschaft im Vordergrund. Außerdem werden die sinnliche Wahrnehmung und Bewegung geschult, Fähigkeiten und Fertigkeiten erworben und weiterentwickelt sowie die kognitive Entwicklung gefördert.